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Konzertierte Aktion zur beruflichen Bildung


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Leitaktion 2: Strategische Partnerschaft in der beruflichen Bildung

Konzertierte Aktion zur beruflichen Bildung im Rettungswesen (EM.EDU)

 

Unsere Projektidee

Die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz ist eine Grundvoraussetzung für die spätere Berufstätigkeit im Rettungsdienst und ist gleichzeitig die Kernherausforderung für die an der beruflichen Bildung beteiligten Akteure. Sowohl Bildungseinrichtungen als auch Lehrkräfte benötigen geeignete Instrumente um diesem anspruchsvollen Ziel gerecht zu werden. Bei den Lernenden müssen Schlüssel- und Querschnittskompetenzen gezielt entwickelt und im beruflichen Kontext vereint werden. Dazu sind geeignete didaktische Konzepte und angepasste methodische Instrumente von großer Bedeutung.

Lehrkräfte müssen in der Lage sein, sich innerhalb der didaktischen Konzepte kognitiv sicher zu bewegen. Darüber hinaus müssen sie über ein ausreichendes methodisches Instrumentarium verfügen, um diese Konzepte im Bildungsprozess sicher und effektiv umsetzen zu können. Nur dann ist es möglich, berufliche Bildung im Rettungswesen kompetenzorientiert und bedarfsgerecht zu gestalten.

Die Projektidee ist daher einen Handlungsrahmen im Sinne einer Fachdidaktik zu entwickeln und zu beschreiben, um mit den didaktischen und methodischen Herausforderungen der beruflichen Bildung im Rettungswesen besser zurecht zu kommen. Notwendige Schlüsselkompetenzen für Lehrkräfte sollen entwickelt und Instrumente zu deren Bewertung aufgezeigt werden.  Schlüsselkompetenzen in diesem Kontext können sein

  • im Sinne eines höheren Bildungsauftrages zu denken,
  • soziokulturelle Unterschiede bei Lernenden erfassen und berücksichtigen können,
  • mit modernen - vor allem digitalen Medien - sicher im Unterricht agieren können,
  • über eine Methodenvielfalt verfügen und diese sicher und situativ anwenden können, sowie
  • Lerneffektivität und Leistungsvermögen von Lernenden in einer handlungsorientierten Lernumgebung entwickeln können.

 

Unser Projekt

Während in anderen Gesundheitsfachberufen seit mehr als 15 Jahren konstruktivistische Lehrkonzepte bestehen, steckt die Berufsausbildung der Notfallsanitäter noch in den Kinderschuhen. So können Konzepte, beispielweise aus der Krankenpflege nicht einfach berufsübergreifend übertragen werden. Hauptgrund hierfür ist, dass sich die berufsspezifischen Kompetenzen grundlegend voneinander unterscheiden. So existieren zwar Konzepte für die lernfeldorientierte Umsetzung von Lehrplänen, jedoch existiert keine spezifische Methodensammlung für die Ausbildung von Rettungsdienstmitarbeitern.

Dies hat zur Folge, dass sich Lehrkräfte verschiedener Methoden wenig effizient und wahllos bedienen.

Ein speziell entwickeltes Methoden-Kompendium soll nun diese Lücke schließen.

Die rettungsdienstlichen Bildungskonzepte der einzelnen Länder im deutschen Sprachraum haben sich in den letzten 20 Jahren weitestgehend unabhängig voneinander entwickelt. Jedes dieser Konzepte weist Stärken und auch Schwächen auf. Das geplante Projekt würde erstmalig die Konzepte homogenisieren und die jeweiligen Stärken nachhaltig berücksichtigen. Der Bedarf nach Veränderung wurde bereits in einer 2009 veröffentlichten Studie des BMC Emergency Medicine Journal bekannt (Beckers et al, BMC Emergency Medicine 2009).

Durch unser gemeinsames Projekt mit unseren Projektpartnern aus den Bildungseinrichtungen in Österreich, Südtirol (Italien) und der Schweiz, möchten wir den Lehrenden die Möglichkeit bieten mittels Hospitationen, Fortbildungsveranstaltungen und Workshops einen intensiven Einblick in die berufliche Bildung im Rettungswesen anderer deutschsprachiger Länder zu bekommen. Mit dieser Grundlage sollen innovative Lehrmethoden und Bildungskonzepte ausgetauscht und weiterentwickelt werden. Durch Kommunikation und Interaktion sollen dabei neue Horizonte durch komplementäre Denk- und Unterrichtsformen erschlossen werden. Besonderes Augenmerk wollen wir dabei auf die Unterrichtsgestaltung und Methoden zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz legen. Durch diese Erweiterung bzw. Differenzierung der Perspektiven erwarten wir einen direkten positiven Einfluss auf die zukünftige Bildungsarbeit der Lehrkräfte. Darüber hinaus soll auch die Bildungsarbeit auf institutioneller Ebene weiterentwickelt werden. So erwarten wir uns eine unmittelbare und spürbare Verbesserung der Bildungsarbeit an den jeweiligen Einrichtungen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden am Ende der Projektlaufzeit in einer Publikation zusammengefasst und in Form eines Methoden-Kompendiums für die berufliche Bildung im Rettungsdienst allen Akteuren im deutschen Sprachraum zur Verfügung gestellt. Somit profitieren zahlreiche Lehrende an den ca. 200 Bildungseinrichtungen in den Projektländern von den Ergebnissen unseres Projektes.

 

Ziele

Ziel ist es ein Methoden-Kompendium zu entwickeln, das die kompetenzorientierte Bildung im europäischen Rettungsdienst dauerhaft effektiver gestaltet. Hieraus sollen nachhaltig Impulse für die Zusammenarbeit von Akteuren in der rettungsdienstlichen Bildung gesetzt werden. Diese sollen sich nicht nur auf den deutschen Sprachraum beschränken, sondern zukünftig in ganz Europa verbreitet werden. Weiterhin soll unser Projekt dazu beitragen, Anerkennungen und Validierungen sowie Qualifikationen und Kompetenzen, die innerhalb des Projektes generiert wurden leichter an die Lehrenden weiterzugeben.

Neben der Weiterentwicklung der didaktischen und methodischen Bildungsarbeit ist auch eine formale Verbesserung der Qualifizierung der Lehrkräfte mit dem Projekt verbunden. So würde sich die vertikale und horizontale Mobilität der Lehrkräfte auf den nationalen und europäischen Arbeitsmärkten verbessern.

Konkret werden die folgenden Ergebnisse erwartet:

  • Entwicklung und Veröffentlichung des Methodenkompendiums für die rettungsdienstliche Bildung auf nationaler und internationaler Ebene.
  • Entwicklung einer Bildungspartnerschaft zwischen den Projektpartnern und weiterer Institutionen, um die Entwicklungsarbeit auf noch breiterer Basis weiter voranzubringen.
  • Weiterqualifizierung der direkt am Projekt beteiligten Mitarbeiter durch die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen.
  • Entwicklung von Schulungsprogrammen, um die Projektergebnisse auch nach Projektende nachhaltig und effektiv auf nicht am Projekt beteiligte Akteure zu übertragen.
  • Direkte Umsetzung der Ergebnisse in der Bildungsarbeit mit unmittelbarer Wirkung auf Schüler und Teilnehmer.
  • Etablierte und anerkannte Online-Plattform zum Austausch der Bildungsakteure zur nachhaltigen und langfristigen Weiterentwicklung der Bildungsgestaltung.

 

Zielgruppe

Primäre Zielgruppe sind zunächst Lehrkräfte und Mitarbeiter der Partnerorganisationen, deren Tätigkeit Einfluss auf die Bildungsarbeit haben.  Sekundäre bzw. langfristig betrachtete Zielgruppe sind die „Lernenden“/Teilnehmer der Fort- und Weiterbildungen (Endnutzer), welche von dem optimierten Konzept profitieren werden. 

 

Projektpartner

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Betreuende Nationale Agentur

NABIBB  - Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung

Kontakt

7. Gelände

  • Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein
  • 0911 977 949 69

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